Vertriebssteuerung im Lösungsvertrieb ist noch immer eine schwierige Angelegenheit. Die meist Excel-basierten Listen von Verkaufsprojekten mit den Umsatzchancen, den Abschlussterminen und -wahrscheinlichkeiten sind noch immer sehr aufwendig, wenn es um eine Gesamtübersicht geht und in der Chancenbewertung individuell und ungenau.
Was ist das Problem? Für viele Unternehmen ist das Problem, dass die Ressourcenplanung mit diesen massiven Planungsungenauigkeiten fast unmöglich ist. Wenn die Aufträge kommen, dann sollen die Implementierungsberater der Softwarehäuser oder die Konstrukteure im Maschinen- und Anlagenbau sofort starten können. Aber diese Ressourcen sind teuer, kein Unternehmen möchte diese unbeschäftigt vorhalten. Auf der Basis ungenauer Forecasts werden keine Ressourcen freigehalten oder gar erweitert. Aber auch noch während des Verkaufszyklus werden häufig “PreSales-Ressourcen” benötigt, also Kollegen aus den Fachbereichen, die die Verkäufer fachlich unterstützen.
Zusammengefasst ergeben sich also folgende Problemstellungen:
- langwierige und unberechenbare Verkaufszyklen
- mehrere Beteiligte auf Kundenseite mit unterschiedlichen Interessen
- teure Vertriebsprojekte wegen langer Dauer und dem PreSales-Aufwand
Vertriebssteuerung im Lösungsvertrieb sollte genau diese Problemstellungen angehen und verfolgt also diese Ziele:
- Verkürzung der Verkaufszyklen
- gute Übersicht über die Machtstrukturen und Motive der verschiedenen Beteiligten des Kunden
- Konzentration des PreSales-Einsatzes auf die Projekte mit der höchsten Wahrscheinlichkeit.
- mehr Sicherheit bei der Umsatzvorschau / Forecasts
Aktuelle Untersuchungen zeigen auf, dass ein implementiertes strukturiertes Vorgehen notwendig ist, damit Vertriebsstrategien wirksam werden. Sonst verpuffen diese, anstatt die möglichen Verbesserungen von bis zu 40 % zu realisieren.
Opportunity Management Systeme
Wie können wir Vertriebsmethoden wirksam und dauerhaft implementieren?
Wenn wir die Excel-basierten Forecast-Listen durch Opportunity Management Systeme ersetzen, dann wird die Umsetzung von Vertriebsmethoden und Strategien massiv gefördert und gefordert. Wenn Sie PreSales-Ressourcen nur auf der Basis von Datensätzen im Opportunity oder Deal Management System beurteilen und freigeben, dann werden diese sehr schnell komplett sein und die Verkäufer immer wieder auf die relevanten Fragestellungen stoßen.
Opportunity Management Systeme beinhalten typischerweise die folgenden Elemente:
- Sales Pipeline Übersicht / Sales Funnel oder zu deutsch Verkaufstrichter
- Qualifizierung des Verkaufsprojektes mit den Submodulen
- Bedarfsdarstellung und Zieldefinition
- Buying Center Analyse
- Wettbewerbsbetrachtung - Bewertung der Verkaufschance und Einordnung in ein Vertriebsprozess-Status-Konzept
- Entwicklung der Nutzenargumentation bis zur Value Proposition
Anders als bei den individuellen Excel-Sheets werden mit einem OM-System alle Verkaufsprojekte mit einem einheitlichen Ansatz bewertet. Die dort eingestellten Informationen können damit auch Grundlage für einen effektiven Ressourcen-Einsatz sein.
Insbesondere die auf Fakten und einheitlicher Struktur beruhende Chancenbewertung befördert die Sicherheit und Genauigkeit der Vertriebs-Forecasts.
“Die Verkaufsprojekte im System zu beschreiben kostet zu viel Zeit!”
Ja, das Vertriebsberichtswesen kostet Zeit. Und die Systeme müssen diese Arbeit optimal unterstützen. Aber es ist keine verlorene Zeit. Die Systeme fragen mit relevanten Fragen alles Wissenswerte zu einem Verkaufsprojekt ab und zeigt damit auch auf, welche Informationen noch fehlen. Diese strukturierten Informationen erleichtern auch das Zusammenwirken von Verkäufern mit der Vertriebsleitung oder den PreSales-Ressourcen. Alle relevanten Informationen stehen griffbereit im Opportunity Management bereit.
Vertriebssteuerung benötigt Kriterien, Meilensteine und Prozesse, damit die Verkaufs-projekte klar bewertet und individuell gefördert oder in Frage gestellt werden können. Bei zu vielen vermeintlichen Chance dienten die Angebote nur als Vergleich zum längst gewählten Partner. Einen großen Teil dieser Projekte kann man erkennen(!) und damit viel Geld und wertvolle Vertriebszeit für aussichtsreichere Kunden sparen.
Wir bei der alphaSales-salesAcademy haben für diese Bereiche Ideen und Ansätze, die wir gerne mit Ihnen und Ihren Verkäufern teilen.
Manfred Schröder
alphaSales-salesAcademy – innovatives Vertriebstraining
Mitglied im BDVT – Der Berufsverband für Trainer, Berater und Coaches